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Agility

Erst einmal Grundsätzliches: Was ist Agility?
Agility ist eine Hundesportart, bei der die Hunde einen Parcours mit verschiedenen Hindernissen absolvieren müssen. Der Parcours besteht aus einem Tisch, Hürden, Wippe, A – Wand, Laufsteg, Reifen, Mauer oder Viadukt, Weitsprung, Tunnel, Schlauch, Bürstenhürde und einem Slalom.

Queman auf dem Steg
 Agility stammt aus dem Englischen und bedeutet: Behändigkeit.
Agility entstand 1978 bei einer der größten Hundeausstellung der Welt (der “Crufts”). Um für das Rahmenprogramm dieser Ausstellung den Zuschauern Unterhaltung bieten zu können, setzten sich einige Herren zusammen und entwickelten diese Sportart, die sie aus dem Pferdesport abschauten. Dazu noch ein paar Kontaktzonengeräte: Wippe, A – Wand und Laufsteg, bei denen die Hunde mit wenigstens einer Pfote die rot gestrichenen Zonen betreten müssen und ein Parcours für unsere vierbeinigen Partner war entstanden.
Herr Berthold Hering hörte von dieser neuen Sportart und fuhr 1987 über den Deutschen Agility Club nach England, um sich dort als Trainer und Agility – Richter ausbilden zu lassen. So holte er diese schöne Hundesportart nach Deutschland.

Wer kann am Agility teilnehmen?
Agility ist für jung und alt! Es muss nur auf die jeweiligen Bedürfnisse von Hund und Führer eingegangen werden. Sehr große und schwere Hunde (Deutsche Doggen, Neufundländer, Bernhardiner usw.) sollten diese Sportart aber nur zum Spiel und Spaß betreiben, da sonst ihre Gelenke zu sehr belastet werden.
Selbst ältere Hunde können diese Sportart noch erlernen, sie können das Erlernte dann in der so genannten Altersklasse unter Beweis stellen.

Tom-Tom im Slalom

Im Agility wird zunächst nach der Größe des Hundes in drei Klassen unterschieden. Hierfür ist die Schulterhöhe des Hundes ausschlaggebend. Die erste Klasse ist die der
“Minnis”: Schulterhöhe bis 34,99 cm. Die 2. wird als “Midis” bezeichnet: Schulterhöhe von 35,00 cm bis 42.99 cm. Die 3. Klasse ist die der “Maxis”: Schulterhöhe ab 43,00 cm.

Für die Altersklasse werden je nach Größe des Hundes die Hindernisse um 5 bis 10 cm herabgesetzt.
Im Agility gibt es 3 Prüfungsstufen. Agility 1 (A1), A2, A3. Außerdem wird auf den Turnieren meistens auch noch ein so genannter Jumping angeboten.

Was ist der Jumping?
Jumping ist ein Pacours ohne Kontaktzonengeräte. Hier kommt es genau wie bei den Agilityprüfungen A1 – A3 darauf an, in möglichst geringer Zeit den Parcours mit möglichst wenigen Fehlern und Verweigerungen zu durchlaufen.

Wie kam Agility zu uns?
Im Sommer 1994 kam die Kunde von dieser für uns neuen Sportart zu uns. Zu dieser Zeit trafen sich schon etliche Leute auf unserem Übungsplatz, um Breitensport mit ihrem Hund zu betreiben und für das Augsburger Modell zu trainieren. Monika und Marlies hörten gleichzeitig von dem Phänomen “Agility”. Kurzer Hand entschied man sich diesen vergleichsweise in Deutschland noch jungen, unbekannten Sport in Heiligenhaus einzuführen.

Das erste Training wurde aufgenommen. Zur Verfügung stand unseren Trainerinnen ein nicht regelgerechter starrer Tunnel, der nur im Entferntesten an einen Agilitytunnel erinnerte, ein starrer Steg, welcher ebenfalls nicht dem Regelwerk entsprach und ein eingegrabener Traktorreifen. Trotzdem ließ frau sich nicht entmutigen und durch viel Eigenarbeit (hier ein Dank an die fleißigen freiwilligen Erbauer des ersten Parcours: Werner †, Hans , Hartmut und Dieter , falls wir jemanden vergessen haben zu erwähnen, den bitten wir um Verzeihung) entstand ein selbstgebauter regelkonformer Parcours. Schon bald starteten die ersten Teams bestehend aus Hund und Hundeführer auf Turnieren. Damit war der Verein “infiziert” Mit Begeisterung und Enthusiasmus ging es ans Werk. Das erste in der Ortsgruppe Heiligenhaus durchgeführte Agilityturnier unter der Federführung von Marlies lies auch nicht lange auf sich warten. Heiligenhaus war in der Agilitywelt endgültig angekommen.

Inka im Tunnel

Auch im Hauptverein des SVs konnte man sich dieser Sportart und der Begeisterung der Mitglieder nicht entziehen. 1996 wurde die Bundesliga im Bereich Agility in das Leben gerufen. Natürlich war die OG Heiligenhaus mit einer eigenen Mannschaft bestehend aus Marlies mit Buddy, Martina mit Schiwa, Eva mit Betsy, Sabine mit Linus, Bärbel mit Yastor, Ulla mit Wiske und Nicole  mit Ivy vertreten. Erfolgreich behauptete man sich dort und war so ziemlich jedes Wochenende unterwegs. Nach zwei Jahren – leider- musste das Team der Ortsgruppe sich aus der Bundesliga verabschieden. Seitdem startet mindestens eine Mannschaft der Ortsgruppe jedes Jahr in der Regionalliga. Aber nicht nur im Bereich der Ausrichtung von Turnieren ist die Ortsgruppe tätig, sondern auch im Bereich Ausbildung wurde die Ortsgruppe über ihre Grenzen heinweg unterstützend tätig. Ein Ausbildungsseminar für die Jugend und die Junioren im Jahre 2004 wurde unter Leitung von Martha und Bärbel organisiert und durchgeführt.

1998 wurde in der Ortsgruppe die erste offizielle Agilitybeauftragte gewählt. Bis 2014 vertrat Martina die Geschicke der Abteilung Agility für uns. Sie organisiert erfolgreich mit Unterstützung der Vereinsmitglieder und den Trainierenden der Agilitygruppen seit 1998 immer gut besuchte Agilityturniere und führte das Agility-Team der OG Heiligenhaus in die Bundesliga. Im Januar 2015 hat Carla mit Unterstützung von Birgit das Amt der Agilitybeauftragten übernommen.

Die Ortsgruppe hat dank der vielen aktiven Agilitysportler/innen sich einen Namen in den umliegenden Ortsgruppen machen können. Es wurden viele Freundschaften geschlossen.
Bei Interesse bitte bei Carla (carla.hoffrichter(at)sv-og-heiligenhaus.de) melden.